Initiative i1173: Sicherung und weitere Entwicklung des Gebäudes Große Arche 13
 Ja: 4 (100%) · Enthaltung: 0 · Nein: 0 · Angenommen
Letzter Entwurf vom 26.08.2017 um 22:18:31 Uhr

Drucksache 0886/17

eingereicht von: Oberbürgermeister

Beschlussvorschlag

01
Das Gebäude Große Arche 13 wird zukünftig als Erweiterung des Naturkundemuseums saniert und wieder genutzt.

02
Der Bereitstellung von Städtebaufördermitteln in Höhe von 270.000 EUR für die Sicherung des Gebäudes Große Arche 13 wird vorbehaltlich der Bewilligung durch das Thüringer Landesverwaltungsamt sowie vorbehaltlich der haushalterischen Voraussetzungen zugestimmt.


Auswirkungen auf den Haushalt

Nachhaltigkeitscontrolling: Nein

Demografisches Controlling: Nein

Finanzielle Auswirkungen: Ja

Nutzen/Einsparung: Nein

Deckung im Haushalt: Ja

Verwaltungshaushalt Einnahmen

  • 2018: 270.000 EUR

Verwaltungshaushalt Ausgaben

  • 2018: 270.000 EUR

Gesamtkosten: 270.000 EUR


Anlage

Die Anlagen liegen im Bereich OB und den Fraktionen zur Einsichtnahme aus.


Sachverhalt

Das dreigeschossige Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt. Das Einzeldenkmal wurde im 18. Jahrhundert errichtet und grenzt direkt an das Naturkundemuseum. Anfang der neunziger Jahre gab es Rückübertragungsansprüche für dieses Gebäude, die die schon geplante Sanierung im Rahmen des Neuaufbaus des Naturkundemuseums (1995) verhinderten.

Die Fassade mit Fenstern und Fensterläden wurde damals zwar erneuert, ohne das Gebäude vorher grundsätzlich instand zu setzen. Das Dach ist seit Jahren undicht, das Tragwerk durch zahlreiche Umbauten und Reparaturen äußerst instabil. Das Bauwerk wird deshalb inzwischen jährlich von einem Statiker auf seine Standsicherheit überprüft.

Ein Verkauf des Gebäudes war lange Zeit geplant, konnte durch die Argumentation des Museums aber immer wieder verschoben werden. Im 2013 vom Stadtrat beschlossenen Kulturkonzept hat dann die Erweiterung des Naturkundemuseums Eingang gefunden.

Der anliegende Konzeptentwurf der Kulturdirektion zur Entwicklung des Naturkundemuseums zu einem Leitmuseum des Freistaates enthält Projektskizzen zur Neugestaltung und Einbeziehung des Objektes Nr. 13. Durch die Herstellung zusätzlicher barrierefreier Ausstellungsflächen für attraktive größere Sonderausstellungen soll die Außenwirkung des meistbesuchten Museums der Stadt erhöht werden.

Die dort aufgezeigten zwei baulichen Optionen kosten überschläglich in der Minimalvariante 600 TEUR und in der (favorisierten) Maximalvariante 1.800 TEUR. Ein Konzept zur Finanzierung des Ausbaus des Gebäudes und des geplanten Neubaus einschließlich eventueller Fördermöglichkeiten ist bisher noch nicht erstellt.

Der Freistaat Thüringen als zukünftiger Mitbetreiber soll wesentlich an der Finanzierung der Investition und an den laufenden Kosten beteiligt werden. Die Verhandlungen mit der Thüringer Staatskanzlei befinden sich am Anfang und werden erst Ende 2017 mit der neuen Museumsstrategie des Landes konkrete Ergebnisse und eventuelle Finanzierungszusagen vorlegen können.

Als ersten Schritt zur Erhaltung des Bauwerks wird eine Sicherungsmaßnahme mit Hilfe von Städtebaufördermitteln aus dem Programm Stadtumbau – Sicherung vorgeschlagen. Die Kosten dafür betragen 270 TEUR und beinhalten die unbedingt notwendigen Maßnahmen - die Ertüchtigung des Tragwerks, die Dachdeckung und Dachentwässerung. Ein kommunaler Mitleistungsanteil ist hierbei nicht erforderlich.

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